Ziele

Durch Nutzung hochaufgelöster Düngebedarfskarten ist es möglich, die aus der schlagbezogenen Bedarfsermittlung nach Düngeverordnung resultierenden Düngerhöchstmengen innerhalb des Schlages bedarfsgerecht zu verteilen. Durch die damit verbesserte Abstimmung des Nährstoffangebotes auf den Nährstoffbedarf innerhalb der Fläche werden die kleinräumigen Ertragspotenziale besser ausgeschöpft. Durch das optimierte Nährstoffmanagement können Betriebskosten eingespart, Erträge stabilisiert und die aus gesamtgesellschaftlicher Sicht problematischen Umweltbelastungen vermieden werden. Mit einem Webportal wird die Berechnung aller Applikationskarten unterstützt.

Durchführung

Für die Berechnung hochaufgelöster 3D Bodentexturkarten wird ein Algorithmus zur schichtenweisen Auflösung der geoelektrischen Daten des Geophilus Sensorssystems entwickelt. Die Bodentexturkarten werden in Kombination mit Bodenfeuchtemessungen und Wetterprognosemodelle genutzt, um den Bodenwasserhaushalt in der Saison kleinräumig abzubilden. Hierzu wird der DWD-Bodenfeuchteviewer für einen größeren Maßstab weiterentwickelt. Mit Pflanzenwachstumsmodellen und weiteren Daten werden Ertragsprognosen und damit die erwarteten Ernteentzüge ermittelt. Diese Entzüge sind Grundlage für die Berechnung von Düngeapplikationskarten mit einer Auflösung von 10×10 m.

Praxisbedarf

Für eine Ertragsprognose stellen die Bodentextur und die Bodenfeuchte im Wurzelhorizont sowie der Wetterverlauf eine wichtige Datengrundlage dar. Die verfügbaren Bodengruppeninformationen sind zu grob, bilden meist keine Schichtungen ab und sind oft fehlerhaft. Zudem ist eine optimierte Berücksichtigung von mittel- sowie langfristigen Wettervorhersagen für eine Ertragsmodellierung notwendig. Mit einer verbesserten und hoch aufgelösten Ertragsmodellierung wird eine bessere Abschätzung der Nährstoffentzüge durch die Ernte möglich. Auf dieser Grundlage können sehr kleinteilige Düngebedarfskarten gerechnet werden.

Adresse

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Schicklerstraße 5, 16225 Eberswalde

Stadtcampus — Haus 1, Raum 201

Förderung

Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Förderrichtlinie EIP-agri durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und das Land Brandenburg.